Welche Nudel für welchen Zweck

 Erst mal gibt es die zwei Oberbegriffe:

 Eiernudeln und Hartweizennudeln

Eiernudeln enthalten unter anderem frische Eier (teilweise bis zu 7 oder 8 Eiern pro Kilogramm Nudeln.

 Hartweizennudeln bestehen nicht aus Eiern, sondern - wer hätte es nicht schon vermutet – ausschließlich aus Hartweizenmehl, welches übrigens eher im Süden, also beispielsweise in Italien vorkommt (während der nördlichere Weizen - z.B. der deutsche - eher weich ist und vorwiegend zum Backen verwendet wird)

 Was man bevorzugt, Ei oder Hartweizen, ist Geschmacks- und vielleicht auch ein bisschen Glaubenssache. Eine grobe Faustregel besagt:

 Die verschiedenen Formen bei Nudeln, also beispielsweise Spaghetti, Makkaroni oder Spiralnudeln von ein und demselben Hersteller bestehen alle aus demselben Teig. Dies heißt natürlich nicht, dass man sie auch zusammen kochen kann, denn durch die unterschiedliche Form und die unterschiedliche Dicke sind die Garzeiten auch unterschiedlich lang.

Dass man verschiedene Formen anbietet, hat neben optischen Gründen hauptsächlich « essenstechnische » Gründe: eine Spiralnudel kann mit ihren vielen Spiralen und Zwischenräumen mehr Sauce aufnehmen, als eine Nudel mit einer glatten Oberfläche.

 Welche Nudeln man kauft, Discounternudeln oder Markenhersteller, macht zwar preislich gesehen in Prozenten leicht mal 30 bis 50% Unterschied aus, da aber die Preise relativ niedrig sind, belaufen sich die Unterschiede meist nur auf einige Cent pro Mahlzeit.

Man sollte niemals Nudeln von zwei verschieden Herstellern zusammen kochen, selbst wenn auf der Packung beide die gleiche Kochdauer angeben, denn das muss nicht immer stimmen und dann haben sie am Schluss auf ihrem Teller weiche Nudeln, gemischt mit noch etwas zu harten Nudeln - und das ist alles Andere als lecker.
Ich bevorzuge Markennudeln wie z.B. Barilla, weil da die Qualität immer gleichbleibend ist und ich sie überall und in jedem Geschäft bekomme – das ist praktisch, denn oft hat man noch einen Rest Nudeln übrig, der aber nicht für eine komplette Mahlzeit reicht. Kaufe ich nun ein neues Paket der gleichen Marke dazu, kann ich sie ohne weiteres zusammen kochen, weil deren Garzeit gleich ist.
Bei Diskounternudeln ist die ständige Verfügbarkeit und die gleiche Qualität nicht immer gegeben: Discounter machen die Nudeln nicht selbst, sondern lassen sich beliefern und wenn sie – was häufig vorkommt – den Lieferanten wechseln haben Sie unter ein und dem gleichen ‚Namen’ dennoch zwei verschiedene Hersteller.

 Billignudeln sind zudem manchmal in der Konsistenz nicht gerade überzeugend, das heißt, man kann sie so gut wie nie ‚al dente’ kochen, meist werden sie glibberig oder breiig. Aber schließlich muss das jeder selbst entscheiden und SO gravierend sind die Unterschiede in vielen Fällen auch wieder nicht. Wer wirklich haushalten muss, ist mit Diskounternudeln trotzdem meist noch ganz gut bedient (um sicher zu gehen, niemals Nudeln zweier verschiedener Pakete zusammen kochen) und mit ein bisschen Glück sind in den Packungen der Discounter ja auch echte Markennudeln drin, aber das weiß man halt vorher nicht.

 In meinem Küchenschrank sind in der Regel immer vorrätig:


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beispielsweise zu:

Spaghetti
Carbonara
Bolognese
Tomatensaucen



Tagliatelle
Tagliatelle
oder die breitere Version:
Papardelle
Entenbrustfilet mit
Preiselbeersauce
Gorgonzola-Mascarpone
-Sauce
Safrantagliatelle mit
Fischfilet und Muscheln


Penne Rigate
Penne Rigate
Paprika-Mozzarella-Nudeln
mit Filetstreifen
Nudelsalat mit Tomaten,
Mozzarella & Basilikum
Winnetou-Nudeln


Penne eignen sich aufgrund ihres Hohlkörpers auch gut für Nudelgratins und Aufläufe
Makkeroni Maccaroni
oder
Fusilli
oft zu Fisch- und Fleischgerichten mit Sauce, z.B. Lachs mit Sahne-Dillsauce, Filet Mignon mit Sauce Bleu d'Auvergne ...


Somit hat man immer eine passende Nudel vorrätig, wenn man mal auf die schnelle was improvisieren möchte oder, nur kurz eine vorgekochte Sauce auftaut: Sauce Bolognese mache ich immer in einem ganz großen Topf und friere dann was übrig bleibt, portionsweise ein – Einfrieren natürlich ohne die Nudeln!

Insgesamt gibt es, soviel ich weiss, über 400 verschieden Nudelformen, da findet wohl jeder seine Favoriten. Egal was Sie lieber
mögen, die Auswahl ist auf alle Fälle gross genug:
 Mafaldine                    Conchiglie                    Orecchiette           oder Farfalle etc etc etc


Schauen Sie auch mal hier rein :

 Ich trau’ mich ja gar nicht zu fragen, aber…

… wie kocht man eigentlich Nudeln ?




© Robert de Paca