MESSER VON SABATIER



Rousselon-Frères ist einer der wenigen Hersteller, der noch Messer in Frankreich selbst schmiedet.

Auf dem Foto links sehen Sie die Entwicklung:

ganz unten: der Rund-Stahl von der Rolle

2. von unten: der Stahl wird in der Mitte erhitzt um die Kugel zu erzeugen, welche später den Kropf ergibt

anschliessend werden die Messer auf 1.000° C erhitzt und mit enormen Druck in die endgültige Form gepresst und gestanzt.

Sie sehen, dass bei diesen Messer - im Gegensatz zu Billigmessern - Heft und Klinge aus einem durchgehendem Stück bestehen.

Geschmiedete Messer sind wegen des hohen Aufwands zwangsläufig etwas teurer aber in der Qualität zahlt es sich eben aus.

Auf dem Foto sehen Sie übrigens ein Messer aus der "Ideal" - Serie, mit Heftnieten aus Messing. Wir haben uns für diese Messer entschieden, weil sie den Ansprüchen selbst gehobener Kochamateure und sogar den Profis genügen: die bei den Profis sehr beliebte und hochgeschätzte Serie "32 Dumas" ist haargenau das Gleiche wie unsere "Sabatier" - Messer - nur der Name ist anders, weil er halt in Profikreisen schon bekannt war.

Obwohl das Preis-/Leistungsverhältnis dieser Messerserie ohnehin schon excellent ist und wir die Preise noch dazu extrem knapp kalkuliert haben, wird so manch ein Kochneuling vielleicht doch erstmal eine günstigere Alternative suchen (vielleicht weil er neben Messern auch noch allerlei anderes Kochzubehör anschaffen muss)


Für diesen Fall bietet sich die Serie "Orion" von '2 Lions - Sabatier International' an.

Das know-how von 150 Jahren Erfahrung in der Kunst der Messerherstellung gepaart mit den günstigen Produktionskosten in China.





Die abgerundet Form des Kropfes ermöglicht eine einfache Reinigung und liegt zudem angenehm in der Hand



Die Serie ist nicht nur aussergewöhnlich elegant, sondern überzeugt auch durch ihre Handlichkeit und die hervorragenden Schneideeigenschaften. Wie Sie vielleicht schon in unseren Kochvideos bemerkt haben, benutzen wir dieses Messer mindestens genauso häufig wie die "Ideal" - Messer.

Abschliessend noch ein paar Tipps:

Selbst das beste Messer muss bei noch so guter Pflege immer wieder nachgeschärft werden. Ein Wetzstahl ist also unumgänglich. Wir bieten in unserer Boutique einen diamantbeschichteten Wetzstahl zu einem mehr als günstigen Tarif an (dort finden Sie auch das Anleitungsvideo für die Handhabung des Wetzstahls)

Die Messer sind zwar alle spülmaschinentauglich, aber es wird allgemein trotzdem davon abgeraten, zumal die Salze der Spülmaschinen die Schneiden angreifen. Also waschen Sie Ihre Messer nach der Benutzung kurz ab und trocknen Sie sie gleich ab.

Bezüglich der Aufbewahrung Ihrer Messer: NIEMALS einfach in die Küchenschublade. Beim darin Herumsuchen besteht erstens eine enorme Verletzungsgefahr und zweitens riskieren Sie, dass sich die lose herumrutschenden Messer gegenseitig beschädigen.
Messerblöcke gibt es in allen erdenklichen Designs, aber aus hygienischen Gründen sind wir kein Freund davon - in den schmalen Schlitzen lagert sich leicht Schmutz ab.
Persönlich bevorzuge ich die Magnethalteschienen an der Wand. Die sind einfach zu reinigen und die Messer sind immer sichtbar (im Gegensatz zu den Blöcken, bei denen nur der Messergriff herausschaut und die schauen ja alle gleich aus und haben oft nur minimale Grössenunterschiede)

Welche Messer brauchen Sie ?

 „Office“-Messer

Dieses klassische und unverzichtbare Arbeitsmesser mit seiner 7 – 10 cm langen Klinge dient zum feinen Schneiden und Würfeln von kleinen Zutaten : Knoblauch, Schalotten oder Zwiebeln

Küchenmesser

Standardmesser mit einer Klinge von mindestens 15 cm Länge, meist aber 20, 25 oder manchmal sogar bis zu 35 cm.

20 cm reichen aber eigentlich aus.

Allroundmesser mit dem fast alles geschnitten wird : Fleisch und Fisch  – egal ob roh oder gekocht/gebraten, Gemüse, Obst etc.

  

Brotmesser

20 – 23 cm lange, gezackte Klinge. Unerläßlich zum Brotschneiden, vor allem für Baguette, weil es Brot oder auch Kuchen zersägt, ohne es zu zerquetschen oder zu zerbröseln.

Die Sägezahnklinge eignet sich aber auch für andere Anwendungen, wie z.B. Auberginen o.ä. zu schneiden

 

Das im Deutschen sogenannte Tomatenmesser, auch Steakmesser genannt findet sich in fast jedem Haushalt, weil seine cirka 13 cm lange gezackte Klinge am besten geeignet ist, um die glatthäutigen Tomaten zu schneiden ohne diese zu zermatschen und sich mit diesem Messer auch zähere Steaks leicht schneiden lassen. Aber wer will schon zähe Steaks essen? Und ein vernünftiges Messer, gut geschärft, schneidet jede noch so weiche Tomate spielend (siehe den Schärfetest am Ende des Videos über die Benutzung des Wetzstahls)

 

Wir bieten es trotzdem an, weil viele der Meinung sind, dass das Schneiden von Zitrusfrüchten besser mit diesem Messer erfolgen sollte, da die Säure der Zitronen/Orangen etc die Schneide der klassischen Messer angreift. Ob es stimmt oder nicht, wer es im Budget drinhat, sollte so ein Messer  in seine Sammlung einreihen - im Französischen heisst dieses Messer übrigens 'légufruit', von légumes (Gemüse) und fruits (Früchte)

  

Ausbeinmesser

muss nicht sein, finde ich aber praktisch. Nicht nur zum Ablösen eines Fleisches von den Knochen, sondern ich nehme das Ausbeinmesser der "Ideal"-serie ganz gerne bei der Brotzeit zum in Scheibenschneiden der Salami (kaufe ich NIE aufgeschnitten, sondern immer am Stück) oder auch mal für den Speck bzw. Schinken

 

Verzichten können Sie zu Beginn erst mal auf Spezialmesser wie :

Filetiermesser

Lachsmesser

Roastbeef- oder Schinkenmesser

  

Fazit : Mit dem Officemesser, ein oder zwei Küchenmessern und einem Brotmesser lassen sich bereits 95 – 99% aller anfallenden Aufgaben in einer normalen Haushaltsküche lösen. Für den Rest genügt es, ein bißchen zu improvisieren, aber in diese Verlegenheit werden Sie noch lange nicht kommen, keine Sorge.


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© Robert de Paca