Grillabend
Dabei spielen
sich ja oft echte Dramen ab. Damit sind nicht eventuelle
Beziehungsdramen bei
den vielleicht etwas zu alkoholisierten Gastgebern gemeint. Nein, ich
spreche
von der Beziehung zwischen der Person vor
dem Grill und dem Objekt auf dem Grill.
Das Fleisch wird gerne mal richtig totgegart, dabei werden noch schnell
ein
paar Provencekräuter auf das Fleisch gestreut – riecht ja auch
gut, wenn die
dann so langsam über der Glut verbrennen aber am Schluss bleiben
auf dem
Fleisch dann nur noch kleine verkokelte Holzstückchen zurück,
die keinen
Geschmack mehr haben und sich lediglich dadurch nachhaltig bemerkbar
machen,
indem sie sich zwischen den Zähnen festsetzen. Herbes de Provence
sind ja eine
feine Sache, aber dafür gibt es bessere Lösungen als einfach
so drauf bröseln.
Dazu jedoch später mehr in den Grillrezepten.
Grillabende sind
am besten im Freundeskreis zu genießen, zumal sich das Anwerfen
des Grills für
jeweils ein kleines Kotelett für Papa und Mama nicht wirklich
lohnt. Bei
dementsprechender Vorbereitung kann der Gastgeber auch ganz entspannt
mit
seinen Freunden plaudern, da die meiste Arbeit nämlich schon getan
ist. Den
abschließenden Grillvorgang kann man dann lässig mit einer
Hand bewältigen (die
andere Hand ist ja schon mit Aperitifglasfesthalten beschäftig)
Auberginenconfit (evtl.auf
Miniaturbruschettas)
Griechischer
Auberginen-Tomatensalat mit Feta
Gefüllte Grillzucchinis
mit Basilikum
Couscous-salat mit Thunfisch
nach Nizzaer Art
Mediterraner Nudel-Tomatensalat
Ratatouille mit
Ziegenkäsecreme und Crumble
Tzatziki zu Ofenkartoffeln mit
Fleur de Sel und
Thymian
Marinierte Scheiben aus der
Lammkeule mit
Tomatenpesto
Gefüllte
Putenröllchen im Speckmantel mit
Limonendip
(Rezepte ohne entsprechenden Link veröffentlichen wir in Kürze)
Aber welchen Grill soll man eigentlich nehmen?
grills mit
Heizschlange
entwickeln eine mehr
oder minder große
Hitze genau überhalb dieser Heizschlange, in den
Zwischenräumen – auch wenn
diese Zwischenräume nur 2 – 3 cm betragen – fällt die
Temperatur jedoch rapide
ab. Ein Grillgut wird also genau überhalb der Heizstäbe schon
durch oder gar
verbrannt sein, während es an den Stellen über den
Zwischenräumen noch nicht
fertig oder sogar noch halb roh ist :
Gasgrills
bringen eine vernünftige und meistens auch
gleichmäßige Hitze und sie haben den Vorteil, dass sie in
Null Komma Nix heiß
sind. Wenn also in Ihrer Wohnanlage der Betrieb von Holzkohlegrills aus
feuerpolizeilichen Gründen oder aus Gründen
nachbarschaftlicher Geruchs- und
Rauchbelästigung verboten sein sollten, wäre ein guter
Gasgrill eine denkbare Alternative.

Tipp:
Den Grill vor dem Kohleeinschütten mit Alufolie auskleiden – die glänzende Seite der Folie nach oben.
Das reflektiert
die Hitze, d.h. mehr Hitze in Richtung Grillgut und hinterher ist der
Grill
leichter zu reinigen,
denn wenn wirklich mal Fett tropft, dann wird es von der Alufolie
aufgefangen (die man nach dem Abkühlen des Grills ja wegwirft)
anstatt sich in den Boden des Grills einzubrennen
Anheizen:
Holz
kohle
einschütten, an besten in der Mitte einen durchgehenden Haufen
über die gesamte
Breite des Grills, aber noch nicht nach oben und unten verteilen,
gleichmäßig
Anzünderwürfel in der Kohle verteilen, bzw. Anzünder Gel über die
Kohle geben
(keine flüssigen Anzünder wie Spiritus oder gar Benzin
verwenden: Verpuffungs-
und Verbrennungsgefahr) und anzünden. Sobald sich Glutnester
bilden (nach ca.
15- 20 Minuten) mit Blasebalg (mühsam und wenig effektiv), einem
alten Haar Fön
(braucht aber Verlängerungskabel und überhitzt schnell) oder
unserer manuellen
Grill-Handkurbel-Turbine der Kohle richtig Feuer machen, bis die Funken
fliegen. Dann die Kohle nochmal vermischen, dass die Glutnester
gleichmäßig mit
den noch nicht entzündeten Holzkohlestücken gemischt sind,
alles nun
gleichmäßig über die ganze Grillfläche verteilen
und durchziehen lassen.
Eventuell noch ein oder zwei Mal mit der Turbine Zunder geben und
warten bis
sich die Glut gleichmäßig entwickelt hat.

Die ideale Glut hat
man,
wenn die Holzkohle leicht
von einer weißen bzw. hellgrauen Ascheschicht überzogen ist
(das ist meist rund
30 Minuten nach dem Anzünden der Fall), wie hier auf dem rechten
Foto: man sieht kaum
Glut, aber es ist so heiß, dass Sie ihre Hand nicht länger
als ein paar
Sekunden darüber halten könnten und obwohl das Fleisch in
Öl mariniert war, hat
es nicht eine einzige Flamme gegeben: so wird Fleisch herzhaft gebraten
und
bleibt trotzdem saftig.