Gendern : Thema Nummer Eins im 21. Jahrhundert – Echt jetzt?

Kommentar zum Welt-Artikel „Müssen wir in zehn Jahren alle gendern?“ mit den geschwurbelten* Ansichten einer gewissen Anne Wizorek
geschwurbelt: unverständliche, realitätsferne oder inhaltsleere Aussagen

Mann, Mann, Mann! Aber sonst haben Sie keine Probleme, Frau Wizorek ?
Ups, der einleitende Seufzer war ja geschlechterpolitisch schon wieder eine Ungerechtigkeit, verräterischer Hinweis auf maskuline = automatisch frauenverachtende Denkmuster.

Wenn Sie sich bei dem Wort « Bürger » ausgegrenzt fühlen, dann kann es mit ihrem Selbstwertgefühl ja nicht weit her sein.
Politiker, die in ihren Reden ständig den nervigen Platzhalter « Bürgerinnen und Bürger » herunter leiern, benachteiligen damit – wenn man ihre Sprachauslegung als Maßstab ansetzt – eigentlich uns Männer, weil wir ständig an zweiter Stelle genannt werden . Sind Männer also Bürger zweiter Klasse?
Also liebe Politiker : In Zukunft bitte immer schön abwechseln zwischen « Bürgerinnen und Bürger » und « Bürger und Bürgerinnen »

Was kommt als Nächstes? Der Aufschrei, weil beispielsweise fäkalienbehaftete Wörter wie Klobürste, Toilettenschüssel oder Kanalisation weiblich sind? Also schnell den Duden neu drucken und dabei alle mit dem neutralen «das» versehen.

Mit diesem ganzen Geschlechterpolitischkorrektgeheule erreichen Sie übrigens höchstens das Gegenteil – so wie auch die Einführung einer Frauenquote bei manchen Zeitgenossen den Ausspruch «die hat sich doch hochgeschlafen» ablöst wurde durch «die hat den Job doch eh bloß wegen der Frauenquote»

Ach ja: « MitarbeiterInnen » ist übrigens falsch geschrieben, weil man mitten im Wort nichts groß schreibt. Wenn der Briefschreiber also nicht einmal die einfachsten Regeln beherrscht, dann kann der Inhalt erst recht nicht viel taugen. Also ist das Lesen dieses Briefes Zeitverschwendung – ab damit in die Rundablage.

Diese Zeilen richten sich – kurz gesagt – an die «Leser», weil damit jedem vernünftigen Menschen klar ist, dass damit alle Leser, unabhängig von ihrem Geschlecht, gemeint sind.
Wenn Sie jetzt Angst haben, bei so einer anscheinend konservativen Einstellung bestünde die Gefahr, dass «Er» wiederkommt – nun, daran glaube ich nicht wirklich.