gilt allgemein als das brasilianische Nationalgericht. Meist wird es als
Arme-Leute-Essen
erklärt, da früher die Sklaven nur die "Abfallteile" des Schweins,
also Füsse, Ohren, Schwanz, Rippen etc abbekamen und sich daraus diesen
Eintopf kochten.
Es gibt aber in der Literatur Hinweise, dass die Feijoada damals
bereits auch in gutbürgerlichen Restaurants angeboten wurde und
vermutlich wurde das Gericht von portugiesischen Seefahrern aus ihrer
Heimat mitgebracht - weshalb es manchmal auch als das "portugiesische
Cassoulet" bezeichnet wird (Cassoulet ist in Frankreich eine
Spezialität aus dem Languedoc, genauer gesagt, der Gegend zwischen Toulouse und Carcassone; ein
Eintopfgericht aus weissen Bohnen, Speck, gepökeltem Fleisch und
Würsten)
Wie meist, gibt es hier keine dogmatische Zutatenliste, sondern eher eine Grundstruktur:
Basis sind die
schwarzen Bohnen. Diese werden mehrere Stunden
oder am besten über Nacht in reichlich kaltem Wasser eingeweicht. In vielen
Rezepten werden sie anschliessend mit diesem Einweichwasser auch
gekocht. Untersuchungen haben aber ergeben, dass beim Wegschütten des
Einweichwassers und dem Kochen der Bohnen in frischem Wasser zwar
einige Inhaltsstoffe und etwas von der Farbe verloren gehen, es werden
aber auch ausgeschwemmte schwer- oder nicht verdauliche Stoffe
eliminiert und insgesamt überwiegen die Vorteile die Nachteile, wenn
man das Einweichwasser wegschüttet und frisches Wasser zum Kochen
benutzt.
Wurst: die original brasilianischen Würste (Lingüiça de Porco)
werden Sie in Europa vermutlich nur schwer auftreiben können, deshalb
verwenden wir in unserem Rezept geräucherte Schweinswürste, die
sogenannten 'saucisse de Montbéliard' (siehe Foto im Rezept). Sie
können auch italienische oder portugiesische Schweinewürste verwenden,
spanische Cabanos oder notfalls Chorizo.
Carne seca ist ein in Salz eingelegtes, getrocknetes Fleisch,
welches man bei portugiesisch/brasilianischen Händlern öfters
vakuumverpackt kaufen kann. Ersatzweise kann man einen würzigen,
geräucherten
Schinken verwenden.
Fleisch: auch hier meist geräuchertes oder pökeltes Fleisch. In
unserem Rezept haben wir Kassler verwendet, das zerfällt jedoch beim
Kochen schnell - das ist aber nicht schlimm, lediglich eine optische
Angelegenheit. Ausserdem verwendet man auch gerne
Schweinerippchen (Spareribs)
Schweinefüsse, -schwanz und -ohren köcheln mit, um ihren
Geschmack abzugeben und die Sauce sähmiger zu machen, werden aber dann
vor dem Essen entfernt, da sie nicht mitverzehrt werden (in Frankreich
findet man sie in Supemärkten in der Abteilung ' Innereien ')
Orangenscheiben werden traditionell beigelgt, da sie helfen
sollen, das Fett besser zu verdauen. Manche kochen Sie auch mit. Ich
finde sie als erfrischende Beilage interessant.
Kohl: siehe Rezept
Molho de pimenta: eine scharfe Chilisauce als individuelle Würzbeilage
Farofa: eine Art Crumble aus Maniokmehl
Die Feijoada wird traditionell mit
Reis serviert.Als Getränk passt
Bier
Hier geht's zum Rezept